Kreisvolkshochschule Norden

Webinare Kunstgeschichte

Webinare geben uns die Möglichkeit, hochkarätige Wissenschaftler_innen und Expert_innen für Vorträge in Norden zu gewinnen. Denn die Dozent_innen reisen nicht selbst an, sondern ihr Vortrag wird live über das Internet auf eine Großbildleinwand in der KVHS Norden übertragen.

Die Referent_innen lehren und forschen an Universitäten oder an anderen wissenschaftlichen Institutionen. Sie haben hier die Möglichkeit, am neuesten Stand von Forschung und Lehre teilzuhaben, können Fragen stellen, diskutieren und Ihr Wissen über diese Wissenschaftsfelder vertiefen.

Die Webinare werden in Kooperation mit der vhs Böblingen/Sindelfingen angeboten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt beträgt 5 Euro.


Zeitgenössische Kunst: Von Richter bis Rauch

 In diesem Semester beschäftigen wir uns mit der Zeitgenössischen Kunst in Deutschland anhand von vier unterschiedlichen Malern und deren Werken. Von Gerhard Richter, der zu den bedeutendsten und auch teuersten Malern weltweit gehört, geht es zu Georg Baselitz, der vor allem für seine „auf dem Kopf stehenden“ Gemälde bekannt ist. Mit Anselm Kiefer schauen wir auf einen Künstler, der sich in seinen Gemälden und Skulpturen intensiv mit der deutschen Geschichte beschäftigt, um uns zum Schluss mit Neo Rauch, dem bedeutendsten Vertreter der „Neuen Leipziger Schule“, die in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren internationale Erfolge feierte, zu beschäftigen.

Anselm Kiefer

Termin: Dienstag, 08. Mai 2018, 18:45 Uhr
Dr. Alexandra Axtmann, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Der Vortrag möchte einen Einblick in das Werk von Anselm Kiefer (geb. 1945) geben, der mit zu den bedeutenden deutschen Malern und Bildhauern der Gegenwart gehört. In Donaueschingen geboren, absolvierte er das Studium der Malerei in Freiburg und Karlsruhe und ging danach zu Joseph Beuys nach Düsseldorf. Nach der Gestaltung des westdeutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig 1980 setzte sein Erfolg zunächst in der angelsächsischen Welt und vor allem in Frankreich ein, bevor dieser in Deutschland erst in den 1990er Jahren langsam zunahm. 1993 übersiedelte Kiefer nach Frankreich, wo er bis zu seinem Umzug nach Paris 2008 im südfranzösischen Barjac ein 35 ha großes Gelände einer ehemaligen Seidenfabrik als Lebens- und Atelierraum nutzte.Neben vielen Kunstpreisen wurde ihm 2008 als erstem bildenden Künstler der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen - eine Würdigung der in großem Maße in Kiefers Werk thematisierten Bezüge zu Literatur, Geschichte, darunter auch die deutsche Geschichte, Religion und Mystik. Gerade diese Themen sind es, die in monumentalen Formaten, ungewohnter Bildsprache und Ästhetik den Betrachter herausfordern und bisweilen auch verstören. Demgegenüber üben Kiefers oft düstere, farblich erdverbundene Großformate durch ihre haptische Materialästhetik aber auch eine große Faszination aus und lassen in vielen Fällen diese ästhetische Wirkung im Vordergrund stehen.

Neo Rauch

Termin: Dienstag, 19. Juni 2018, 18:45 Uhr
Dr. Marcus Andrew Hurttig, Museum der bildenden Künste Leipzig

Neo Rauch (geb. 1960) gilt als bedeutendster Vertreter der "Neuen Leipziger Schule", die in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren internationale Erfolge feierte. Collageartig vermischt der Maler zahlreiche Einflüsse zu einer bunten Bildwelt zwischen Abstraktion und surrealer Figuration. Seine Gemälde sind von unheimlicher, rätselhafter Bildsprache und einem verstörenden, mehrdeutigen Wesen geprägt. Sowohl in seinen Industrie- als auch Naturlandschaften sind die räumlichen Beziehungen unregelmäßig, Größenverhältnisse dynamisch und die Figuren gefangen in Stadien immerwährender Bewegung. Rauch studierte Malerei in den 1980er Jahren bei Arno Rink und Bernhard Heisig an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig. Geprägt von diesen beiden Malern entwickelte Rauch einen unverwechselbaren Stil, der das expressiv-realistische Malspektrum der Leipziger Ausbildungszeit mit seinem persönlichen Sinn für unkonventionelle Bildzeichen und Kompositionen verband. Eine bislang unbekannte, faszinierende und zeitgemäße Bildsprache kam dabei zum Vorschein. Der Künstler lebt in Markkleeberg am Rand von Leipzig und hat sein Atelier in der ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei.Das Webinar vermittelt anhand ausgewählter Werke einen vertieften Einblick in Neo Rauchs Oeuvre.

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