Kreisvolkshochschule Norden

Landesbühne Niedersachsen Nord

Theatersaison 2018/2019

Do., 06. September 2018 Schimmelreiter
Do., 08. November 2018 Gefährliche Liebschaften 
Mi., 21. November 2018 Sterben helfen
Do., 13. Dezember 2018 The Black Rider
Do., 17. Januar 2019 Lulu
Do., 07. Februar 2019 Richard III.
Do., 21. März 2019 Auerhaus
Do., 02. Mai 2019 Der Kirschgarten
Do., 16. Mai 2019 Sein oder Nichtsein

Sterben helfen

von Konstantin Küspert

21. November 2018, 19:30 Uhr

Ein Gedankenexperiment: Stellen Sie sich eine multikulturelle, multisexuelle und tolerante Gesellschaft vor, in der jeder bei der Geburt einen Giftinhalator bekommt, mit dem man das Leben beenden kann, wenn man sich zu alt fühlt oder an einer unheilbaren Krankheit leidet. Das scheint prima zu funktionieren. Jede Beerdigung wird zur letzten Party mit Lobeshymnen und Sekt, bevor sich der Ehrengast umjubelt selbst ins Jenseits befördert. Lucy führt in dieser Gesellschaft ein überaus erfolgreiches Leben. Beruflich hat sie viel erreicht und auch privat gibt es Grund zur Freude: Gemeinsam mit ihrer Frau erwartet sie das zweite Kind. Als bei einer Schwangerschafts-Routineuntersuchung Krebszellen gefunden werden, bricht ihre Welt zusammen. Doch statt zum Inhalator zu greifen, wählt Lucy den Kampf …
Konstantin Küspert bringt ein brisantes und viel diskutiertes Thema auf die Bühne: In seiner alternativen Realität wird Sterbehilfe aus einem neuen und ungewöhnlichen Blickwinkel verhandelt.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

The Black Rider - The Casting of the Magic Bullets

von William S. Burroughs / Tom Waits / Robert Wilson

13. Dezember 2018, 19:30 Uhr

Wilhelm hat sich in die Försterstochter Käthchen verliebt. Deren Vater allerdings will ihre Hand nur einem treffsicheren Schützen geben. Obwohl Wilhelm sich nicht leicht geschlagen gibt, scheitern alle seine geheimen Schussversuche kläglich. In seiner verzweifeltsten Stunde kommt ihm ein mysteriöser Stelzfuß mit Zaubergeschossen zu Hilfe – Kugeln, die niemals ihr Ziel verfehlen! Der einzige Haken: Das Ziel der letzten Kugel kann er nicht selbst bestimmen. Aus Ehrgeiz und für sein geliebtes Käthchen willigt Wilhelm in einen teuflischen Pakt ein …
Die Freischütz-Sage erlangte bereits durch Carl Maria von Webers Oper Weltruhm. Knappe 170 Jahre später wagte sich Rocklegende Tom Waits an den Stoff. Herausgekommen ist eine ungeheure Bandbreite an Musikstilen, die auf einzigartige und effektvolle Weise miteinander verschmelzen und die klassische Musical-Musik weit hinter sich lassen. Ein musikalischer Höllenritt, der seit 1990 auf der ganzen Welt Erfolge feiert.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Lulu

von Frank Wedekind

17. Januar 2019, 19:30 Uhr

Von ihrer Anmut bezaubert, holt Dr. Schön die junge Prostituierte Lulu von der Straße und führt sie in die bürgerliche Gesellschaft ein. Einen Mann nach dem anderen zieht sie dort in ihren Bann, um alle wenig später betrogen der öffentlichen Schande preiszugeben. Tote Ehemänner pflastern ihren Weg. Im Glauben, niemand außer ihm sei in der Lage, die Femme fatale zu kontrollieren, heiratet Dr. Schön Lulu schließlich selbst. Das gemeinsame Haus wird zum Bordell. Als sogar sein eigener Sohn ihr verfällt, will Dr. Schön Lulu für die Demütigung mit dem Leben bezahlen lassen: Doch stattdessen tötet sie ihren ehemaligen Retter.

Von diesem Moment an ist Lulus Abstieg unerbittlich. Als gesuchte Mörderin flieht sie nach London und landet wieder in der Gosse. Dort trifft sie auf Jack the Ripper persönlich …

In einzigartiger Radikalität attackiert das Drama die scheinheilige Prüderie des Bürgertums. Seine angebliche moralische Anrüchigkeit brachte Wedekind zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Theaterskandale und einen langwierigen Gerichtsprozess ein.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Richard III. - Bin durch Sümpfe gewatet, menschliche oder nicht

von Peter Verhelst nach William Shakespeare

07. Februar 2019, 19:30 Uhr

Richard III. aus dem Hause Plantagenet war ein Schurke. Einer der größten, zumindest in der Literatur. Ein Machtmensch, ein skrupelloser Betrüger, ein Kindermörder, ein Vergewaltiger und nicht zuletzt auch ein Feigling. Darin ist sich die Welt einig.
Schuld an diesem Bild sind allerdings nicht die reale Geschichte oder die Historiker, schuld ist vor allem William Shakespeare, der ein Bild Richards schuf, wie wir es in der Literatur und im Theater lieben: ein Bild des Bösen schlechthin. Dabei war Richard (der „echte“) nur zwei Jahre König, angeblich war er sogar recht zart und hatte Humor.
Der flämische Dichter Peter Verhelst verändert den Fokus und lenkt seinen Blick auf Richards Ziele und Triebe, er beschreibt kraftvoll und deutlich die schwarze Seele des Königs als Mittelpunkt eines Systems aus Machterhalt, Egomanie, Leidenschaft und Wahn. Richard ist bei ihm nicht der Mörder, sondern der Anstifter, er ist nicht der Täter, sondern der Manipulator. Verhelst führt uns mit seiner Bearbeitung von Shakespeares RICHARD III. in die Abgründe der menschlichen Natur, lotet aber auch Richards Humor aus.

Deutschsprachige Erstaufführung (DSE)

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Auerhaus

von Bov Bjerg

21. März 2019, 19:30 Uhr

Eine Erinnerung an eine Jugend, wie sie viele hatten und haben. Schulstress, Liebeskummer, Hühner, Kühe, Mofas und tödliche Langeweile. Eine Jugend auf dem Land, irgendwo vor dem gefühlten Ende der Welt links. Doch plötzlich passiert etwas: Frieder schluckt Schlaftabletten.
Als er aus der Psychiatrie entlassen wird, zieht er mit seinem besten Freund Höppner in das Haus des Großvaters, das seit dessen Tod leer steht – die Ärzte halten es für besser, wenn Frieder nicht mehr bei seinen Eltern wohnt. In der WG-Küche läuft „Our House“ von Madness in Endlosschleife. Auerhaus, wie es ein des Englischen nicht mächtiger Nachbar nennt, wird zum kreativen Zufluchtsort vor dem ortsüblichen Lebensschema Birth – School – Work – Death.

Im Auerhaus finden sich nach und nach alle ein, die nicht ins Dorfschema, aber eigentlich auch nicht zueinander passen. Ein Kosmos wie ein Mixtape, der so nur in der Provinz entstehen und bei dem man leider nicht die Pause-Taste drücken kann, um den schönsten Moment anzuhalten.
Bov Bjerg erzählt in seinem gleichnamigen Bestsellerroman eine mitreißende und einfühlsame Geschichte von Liebe und Freundschaft und über die Macht der Kreativität. AUERHAUS ist ein Loblied auf die Provinz und zugleich eine schmerzhafte Abrechnung mit ihr.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Der Kirschgarten

von Anton Tschechow

02. Mai 2019, 19:30 Uhr

Soeben von einem mehrjährigen Paris-Aufenthalt auf ihr idyllisches Gut in der russischen Provinz zurückgekehrt, findet die Lebefrau Ljubow Ranjewskaja ihr einst prachtvolles Anwesen in einem desolaten Zustand vor. Die Bäume sind krank, das Haus zerfällt, das Investitionskapital ist aufgebraucht. Der alte und weithin berühmte Kirschgarten droht vollends seinen Wert zu verlieren. Pleitegeier und Investitionsritter liegen schon auf der Lauer und warten auf die einzig vernünftige Entscheidung: Man muss verkaufen. Sofort. Spätestens morgen.
Doch die Ranjewskaja und ihre zwei Töchter Warja und Anja zieren sich. Zu sehr hängen sie an der Vergangenheit, am Idyll der Kindheit. Sie wollen sich nicht von ihren Erinnerungen trennen, nicht von den Menschen, deren Leben und Schicksale mit dem Kirschgarten verbunden sind.
Anton Tschechow schrieb DER KIRSCHGARTEN 1903 als tragikomische Parabel über die Vernichtung der Tradition und den unaufhaltsamen, alles vereinnahmenden Siegeszug der Moderne.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Sein oder Nichtsein

Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch

16. Mai 2019, 19:30 Uhr

Polen während des Zweiten Weltkriegs. Am Polski-Theater steht „Hamlet“ mit dem gefeierten Josef Tura in der Hauptrolle auf dem Spielplan. Doch immer, wenn der Star zum berühmtesten aller ­Shakespeare-Monologe ansetzt, verlässt ein Mann den Saal. Frechheit! Tura ahnt nicht, dass jener sich zum Stelldichein mit seiner Frau Maria trifft.
Kurze Zeit später schließen die deutschen Besatzer das Theater – und die Darsteller stehen mittellos auf der Straße. Doch dann taucht Marias Verehrer, mittlerweile Mitglied des Widerstands, erneut auf und bittet die Schauspieler bei seinem Auftrag um Hilfe: Er soll einen Professor eliminieren, der die gesamte polnische Untergrundbewegung an die Gestapo verraten will.
Kurzerhand wird das alte Theater umdekoriert und zum Gestapo-Hauptquartier gekürt, während sich die Schauspieler dank aufwendiger Kostüme in überzeugende Nazis verwandeln. Unvorhergesehene Schwierigkeiten treiben dieses aberwitzige Spiel auf die Spitze und plötzlich muss im wahrsten Sinne des Wortes um das Leben gespielt werden …
SEIN ODER NICHTSEIN ist bei aller Komik vor allem eine Hymne auf die Bedeutung von Humor in den dunkelsten Stunden.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden


Preise

Abonnement G (neun Aufführungen):

 

Erwachsen

Ermäßigt

I. Platz

90.00€

47.00€

II. Platz

82.00€

43.00€

III. Platz

74.00€

39.00€

Abonnement W (vier Aufführungen zur freien Auswahl):

 

Erwachsene

Ermäßigt

I. Platz

45.00€

24.00€

II. Platz

41.00€

22.00€

III. Platz

37.00€

20.00€

Abonnementenbestellung in der Kreisvolkshochschule Norden

Einzelkarten im Abo-Theater:

Erwachsene

 

I. Platz

15.00€

II. Platz

13.00€

III. Platz

11.00€


Schüler/Auszubildende: 7,50€

Vorverkauf in der KVHS Norden:
Öffnungszeiten der Theaterkasse: Mo. - Fr., 09.00 - 12.30 Uhr und Mo. - Mi., 15.00 - 17.00 Uhr.

Ein Programmheft mit ausführlichen Informationen zu den einzelnen Stücken ist in der KVHS Norden erhältlich.

Kontakt

Kreisvolkshochschule Norden gGmbH

Uffenstraße 1
26506 Norden

Tel.: 04931 924 - 0
Fax: 04931 924 - 104
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