Kreisvolkshochschule Norden

Landesbühne Niedersachsen Nord

Theatersaison 2017/18

Do., 07. September Spamalot
Do., 28. September 2017 Götterspeise
Do., 16. November 2017 Nathan, der Weise
Do., 14. Dezember 2017 Endstation Sehnsucht
Do., 18. Januar Feuer aus den Kesseln
Do., 08. Februar 2018 Rechtes Denken
Do., 05. April 2018 Der Menschenfeind
Do., 26. April 2018 Yvonne, Prinzessin von Burgund
Do., 24. Mai 2018 Amadeus

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

16. November 2017, 19:30 Uhr

Jerusalem, Ende des 12. Jahrhunderts. Der Jude Nathan kehrt von einer Geschäftsreise in die muslimisch regierte Stadt zurück und erfährt, dass seine Tochter Recha von einem Tempelritter aus seinem brennenden Haus gerettet wurde. Das Mädchen glaubt fortan an einen Schutzengel. Damit nicht genug wird Nathan, den alle den Weisen nennen, zum Sultan bestellt, der eine Antwort auf die höchst heikle Frage haben will: Welcher Glaube ist der einzig wahre und richtige?
Lessings Nathan der Weise rückt vor dem Hintergrund des Idealismus der Aufklärung die Frage nach Toleranz, Menschlichkeit und Respekt in den Mittelpunkt. Jedoch ist in einer Zeit, in der sich auf der ganzen Welt religiös motivierte Konflikte und die Angst vor Terroranschlägen und Überfremdung immer weiter zuspitzen, der Gedanke von der Toleranz zwischen den großen Religionen überhaupt noch haltbar? Muss uns Lessings Weltgemeinschaft heute als unerreichbare Utopie erscheinen oder kann man einen hoffnungsstiftenden Bogen von der Aufklärung in unsere Gegenwart schlagen?

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Endstation Sehnsucht

von Tennessee Williams

14. Dezember, 19:30 Uhr

Blanche DuBois, Tochter aus gutem Hause und in höheren Kreisen aufgewachsen, ist auf dem Weg nach New Orleans. Nachdem der Familienbesitz unter den Hammer gekommen ist und sie ihre Stellung als Lehrerin verloren hat, hofft sie, sich bei ihrer Schwester Stella ein neues Leben aufzubauen. Doch die dortigen beengten Verhältnisse des Arbeitermilieus vertragen sich nicht mit ihren elitären Vorstellungen. Schnell gerät Blanche mit ihrem Schwager Stanley, dessen Hobbies Trinken, Pokern und Bowlen sind, in Konflikt. Ihr scheint der Mann nicht gut genug für ihre Schwester und sie provoziert Stanley, wo sie nur kann. Doch Blanches vornehmer Schein ist trügerisch. Stanley deckt nach und nach all die Geheimnisse auf, die Blanche nach New Orleans getrieben haben und macht aus ihrem versuchten Neustart einen Alptraum …

ENDSTATION SEHNSUCHT ist ein atemberaubendes Spiel mit Eigen- und Fremdwahrnehmungen, mit Traum und Illusion, Vorurteilen und großen Erwartungen. 1999 wurde es von den amerikanischen Theaterkritikern zum wichtigsten Theaterstück des 20. Jahrhunderts gewählt.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Feuer aus den Kesseln

Ein Theaterabend zur Revolution 1918 von Michael Uhl
nach Ernst Toller

18. Januar 2018, 19:30 Uhr

Die Kaiserliche Hochseeflotte ist zur Zeit des Ersten Weltkriegs der ganze Stolz Wilhelmshavens, die Marine ein Aufbruchs- und Prestigeprojekt. Doch die Begeisterung vom Beginn des Krieges weicht einer schleichenden Desillusionierung: Die Schiffe kommen kaum zum erhofften Einsatz. Die Untätigkeit der Flotte – gepaart mit dem harten täglichen Drill an Bord und einem hohen Standesdünkel der Offiziere – rufen Unmut hervor, der sich in ersten Unruhen entlädt.
Ernst Tollers Drama FEUER AUS DEN KESSELN verhandelt diese Ereignisse im Sommer 1917, die 1918 schließlich in der Befehlsverweigerung der Besatzungen, die Flotte in einem als sinnlos empfundenen letzten Gefecht zu opfern, ihren Höhepunkt finden.
Unter der Schirmherrschaft des Deutschen Marinemuseums Wilhelmshaven wird zum 100-jährigen Gedenken dieser Matrosenaufstände, die zur Weimarer Republik führten und somit einen wichtigen Meilenstein unserer heutigen Demokratie bilden, ein Theaterstück entwickelt, das, basierend auf Tollers Historiendrama, die Bedeutung des Matrosenaufstandes für den zweiten Anlauf Deutschlands in die Demokratie aufzeigt.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Rechtes Denken

von Konstantin ­Küspert

08. Februar 2018, 19:30 Uhr

Love, Familie und Philosophie. So lauten die Überschriften der drei Handlungsstränge in Konstantin ­Küsperts Stück. In „Familie“ sitzt eine modellhafte deutsche Mittelschichtsfamilie am Esstisch. Der Sohn begibt sich auf der Suche nach klaren Strukturen in die ganze Bandbreite rechtsradikalen Denkens. Dabei sind die Reaktionen der Eltern kaum weniger erschreckend als seine Reden. Eine Gruppe Jugendlicher forscht in den mit „Love“ überschriebenen Szenen nach angemessenem politischen Handeln und findet schließlich zu Antirassismus und einem Theaterstück über die Mechanismen rechten Gedankenguts. Und in „Philosophie“ geht es um die grundsätzlichen Fragen und Regeln des menschlichen Zusammenlebens: Der Mensch ist des Menschen Wolf, von biblischen Zeiten über Thomas Hobbes Vorstellungen darüber, wie Staat und Bürger zueinander stehen, bis zur gegenwärtigen Besorgnis in Bezug auf all die Fremden – geflüchtet aus den Krisengebieten der Welt.

Konstantin Küspert verwebt komplexe Gedanken mit ironischer Leichtigkeit und tragikomischen Dialogen zu einem hochaktuellen Thema.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Der Menschenfeind

von Molière

05. April, 19:30 Uhr

Alceste hasst Lügen. Deshalb widern ihn all die heimtückischen Spielchen am französischen Hof an. Konsequenterweise hält er es selbst strikt mit der Wahrheit. Aber er schießt über das Ziel hinaus: Lustvoll sagt er jedem ungefiltert seine Meinung ins Gesicht. Doch dann verliebt ­Alceste sich ausgerechnet in die schöne ­Célimène, die mit ihrem flatterhaften Wesen und den vielen Verehrern so gar nicht in sein Weltbild zu passen scheint …Molière nimmt in seiner Komödie den Menschen unter das Mikroskop und trifft auch 400 Jahre später mit seinen unangenehmen Wahrheiten noch immer den Nagel auf den Kopf. In einer Zeit alternativer Fakten, in der uns ein Polit- und Gesellschaftsskandal nach dem nächsten beschäftigt, scheint die Frage nach dem richtigen Maß von Wahrheit in der Welt so zwingend wie bereits am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Der Meister der intelligenten Unterhaltung kreist herrlich kritisch und sarkastisch um die Frage, wie viel Wahrheit der Mensch im Leben und in der Liebe verträgt.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Yvonne, Prinzessin von Burgund

von Witold Gombrowicz

26. April 2018, 19:30 Uhr

Am Hofe König Ignaz’ ist alles wie sonst. Eben noch wurde das Untergehen der Sonne bewundert und ein Spaziergang um den ganzen Park herum beschlossen – da erscheint Yvonne, ein unscheinbares, apathisches Mädchen. Fasziniert von dieser personifizierten Andersartigkeit beschließt Prinz Philipp, sie zu heiraten. Welch’ Skandal! Und so dauert es nicht lange, bis der Hof sich in eine Brutstätte von Psychopathen verwandelt, denn in jedem Bewohner gärt der Wunsch, diese unaussteh-liche Zimperliese zu ermorden. YVONNE, PRINZESSIN VON BURGUND gehört zu den Klassikern des Theaters, denn das Stück spielt auf äußerst amüsante Weise mit unserer Angst vor dem Fremden und Unerwarteten und lässt die Figuren auf der Bühne stellvertretend für uns die herrlichsten Seelenverrenkungen vollführen.
Der polnische Dichter Witold Gombrowicz ist einer der größten Autoren der Moderne und gehört zu den geliebten Außenseitern und Provokateuren der Weltliteratur. In diesem „Anti-Shakespeare-Stück“ werden hochkomisch und mit erschreckender Aktualität die Mechanismen von Macht, Missgunst und Neid offengelegt.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden

Amadeus

von Peter Shaffer

24. Mai 2018, 19:30 Uhr

Antonio Salieri, Hofkapellmeister Kaiser Josephs II. in Wien, blickt auf sein Leben zurück, das überschattet wird von der Existenz eines gewissen Mozart. Einst verehrte er die Kompositionen des jüngeren Kollegen und ersehnte die Begegnung herbei. Doch Mozart enttäuscht ihn bitterlich, ist der Flegel doch so gar nicht seines Genies würdig. Salieri beginnt mit Gott zu hadern, der einen ausgemachten Kindskopf mit so viel Talent segnete und ihn selbst, einen streng gläubigen Katholiken, mit Mittelmaß strafte. Vergiftet durch Missgunst beschließt er, Gott abzuschwören und Mozarts gesellschaftlichen Aufstieg zu verhindern. Von nun an erschwert er ihm das Leben mit Verletzungen, Demütigungen und heimtückischen Intrigen und schreckt am Ende selbst vor Mordgedanken nicht zurück.
Obwohl Peter Shaffers Drama des Rufmordes an Salieri bezichtigt wurde, stieg es schon bald nach seiner Uraufführung zum Welterfolg auf. Die schwierige Beziehung zwischen dem neid-gebeugten, normalbegabten Salieri und dem ungehobelten, genialen Mozart ist Bühnenspektakel und Theaterkrimi in einem.

Theater Norden, Osterstr. 50, 26506 Norden


Preise

Abonnement G (neun Aufführungen):

 

Erwachsen

Ermäßigt

I. Platz

90.00€

47.00€

II. Platz

82.00€

43.00€

III. Platz

74.00€

39.00€

Abonnement W (vier Aufführungen zur freien Auswahl):

 

Erwachsene

Ermäßigt

I. Platz

45.00€

24.00€

II. Platz

41.00€

22.00€

III. Platz

37.00€

20.00€

Abonnementenbestellung in der Kreisvolkshochschule Norden

Einzelkarten im Abo-Theater:

Erwachsene

 

I. Platz

15.00€

II. Platz

13.00€

III. Platz

11.00€


Schüler/Auszubildende: 6,50€

Vorverkauf in der KVHS Norden:
Öffnungszeiten der Theaterkasse: Mo. - Fr., 09.00 - 12.30 Uhr und Mo. - Mi., 15.00 - 17.00 Uhr.

Ein Programmheft mit ausführlichen Informationen zu den einzelnen Stücken ist in der KVHS Norden erhältlich.


Das kunstseidene Mädchen

Irmgard Keun / Rainer Bielfeldt / Carsten Golbeck

Do., 30. November 2017, 19:30 Uhr

Anfang der 1930er-Jahre in einer beliebigen rheinischen Mittelstadt. Doris, die Sekretärin eines Rechtsanwaltes, träumt von einer glitzernden Karriere. Als sie ihre Stelle verliert und am Theater landet, scheint das Leben endlich loszugehen. Ihr weiter-er Weg führt sie mitten in das pulsierende Berlin, wo sie sich durch Männerbekanntschaften über Wasser und weiter nach Höherem Ausschau hält. Die schillernd-bunte Scheinwelt des Showbusiness wird kontrastiert mit der matten Realität der Arbeitslosen. Trotz herber Rückschläge versucht sie weiter, ihren ruhmreichen Platz in der urbanen Vergnügungswelt für ihr persönliches Glück zu behaupten.
Irmgard Keuns Zeitroman aus den Dreißigerjahren stand auf der „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“ der Nazis. Erst Mitte der 1970er Jahre wurde er wiederentdeckt und ist bis heute in sechzehn Sprachen übersetzt und auch für die Bühne mehrfach bearbeitet worden. Das Chanson-Musical von Carsten Golbeck und dem ehemaligen Musikalischen Leiter der Landesbühne Rainer Bielfeldt transportiert die wunderbar expressionistische Sprache wie auch die Stimmung des Romans mit anrührender Live-Musik auf die Bühne.

KVHS-Bildungszentrum, Uffenstraße 1, Norden


Kontakt

Kreisvolkshochschule Norden gGmbH

Uffenstraße 1
26506 Norden

Tel.: 04931 924 - 0
Fax: 04931 924 - 104
E-Mail: info@kvhs-norden.de

Öffnungszeiten

Haus/WBZ

Montag - Freitag
07:00 - 22:30 Uhr 

Information/Empfang

Montag - Donnerstag
08:00 - 12:30 und 15:00 - 21:30 Uhr

Freitag
08:00 - 12:30 und 14:30 - 21:30 Uhr 

Öffnungszeiten Schulferien

Haus/WBZ
07:00 - 17:00 Uhr 

Information/Empfang
08:00 - 12:30 und 15:00 - 16:00 Uhr

Aktuelles Programmheft